Japanische Messer
Japanische Messer schärfen und pflegen
Japanische Messer

Materialien der Messer

Hier finden Sie Informationen über die verschiedenen Materialien, die beider Herstellung von hochwertigen japanischen Messern zum Einsatz kommen.

Messer mit Stahlklingen

Stahl ist Eisen mit einem unterschiedlich Anteil von bis zu 2% an Kohlenstoff. Die Kohlenstoffatome füllen die Zwischenräume zwischen den Eisenatomen. Dadurch können sich die Eisenatome nicht gegeneinander verschieben und der Stahl ist somit sehr viel härter. Als Faustregel gilt: je höher der Kohlenstoffanteil, deso härter und somit auch schärfer und schnitthaltiger das Messer. Jedoch sind reine Stahlmesser ohne Chrom-, Vandium- oder Molybdän- rostempfindlich und sollten sofort nach Gebrauch gereinigt und abgetrocknet werden.

Damaszener Messer

Fast jeder kennst das charakteristische Muster der Damaszenerstahl Messer oder Damast Messer. Beim Schmiedevorgang dieser Messer wird der Stahl bei hoher Temperatur immer wieder gefaltet. Deser Vorgang benötigt natürlich viel Zeit und großes Handwerkliches Geschick, sowie Erfahrung. Durch die Faltung wird gewährleistet, dass sich der Kohlenstoff gleichmäßig im Stahl verteilt und das Messer die maximal mögliche Härte erreicht. Durch Aufwändiges Schleifen und eine Behandlung mit Säure werden einige Lagen in der Klinge sichtbar gemacht. Einige Hersteller sind stolz auf Ihre eigenen charakteristsichen Damaszenermuster. Damaszenerstahl Messer sind etwas ganz besonderes, für Menschen die japanische Tradition und Handwerkskunst schätzen.

Edelstahlmesser

Edelstahl ist eine Stahllegierung mit einem Anteil von mindestens 10,5% Chrom. Kommt der Chrom der Legierung mit Sauerstoff in Verbindung, bildet sich ein dünner Schutzfilm, der das Rosten des Messers verhindert.
Edelstahl wird gerne bei der Produktion preiswerter Messer verwendet. Der Nachteil dieser Messer ist, dass die Mischung aus Eisen und Chrom Atomen in billigen Edelstählen nicht homogen ist. Dadurch ist es nicht möglich die Messer sehr scharf zu schleifen. Einige Hersteller benutzen jedoch sehr hochwertige Stähle mit Vandium- und/oder Molybdänanteil und setzen die Klingen hochentwickelter Temperatur und Druckbehandlungen aus um die Mischug der Atome zu homogenisieren. Solche Messer können die Härte von Damastmessern erreichen, sind aber pflegeleichter, da sie nicht rosten.

Keramikmesser

Kermaik ist ein moderner Werkstoff mit ganz herausragenden Eigenschaften. Keramik ist zur Zeit, nach Diamant, der zweithärteste bekannte Werkstoff. Diese ausgesprochen hohe härte, sowie die Homogenität des Materials gewährleistet den Messern eine sehr gute Schärfe und Schnitthaltigkeit. Ein schärfen ist auch bei häufigem Gebrauch nur etwa einmal in drei Jahren notwendig.
Keramik ist Hitzebeständig und chemisch neutral. Keramikmesser können nicht rosten und laufen auch bei Kontakt mit sehr sauren, oder salzigen Lebensmitteln nicht an. Durch das, im Vergleich zu Stahl sehr geringe Gewicht vermitteln Keramikmesser ein sehr angenehmes Schneidgefühl und ermöglichen ein sehr langes, ermüdungsfreies arbeiten. Keramikmesser sind moderne Allroundmesser, die durch eine besondere Optik und durch einfaches Handling begeistern.

Holz

Traditionell bestehen Messergriffe aus Holz. Holz ist ein sehr organischer Werkstoff und ermöglicht ein angenehmes Arbeiten. Durch seine faserige Struktur liegt ein Messergriff aus Holz gut und sicher in der Hand. Die Oberfläche moderner Messergriffe aus Holz ist versiegelt, so dass kein Wasser in Sie eindringen kann. Dennoch sollten sie niemals im Wasser liegen.

Kunststoff

Kunststoff ist ausesprochen Pflegeleicht. Wasser, Säuren in Lebensmitteln und Öle greifen den Kunstoff nicht an und sind leicht abwaschbar. Es ist aber zu beachten, dass Kunststoff je nach Art bereits bei 80°C schmilzen kann. Daher sollten Sie immer darauf achten, dass ein Messer mit Kunststoffgriff nicht in der Näche einer heißen Herdplatte liegt.